Advent Weihnachten 2010

Wir erleben Geschäft, wertvolle Geschenkspakete, Weihnachtsfestbeleuchtungen, Christbäume, kleine, liebe Krippen und viel Hektik. Aber hinter dieser äußeren Wirklichkeit ist eine andere verborgen; vielleicht suchen wir eigentlich diese?

Vielleicht sind Geschenke ein recht ungeschicktes Zeichen der Nächstenliebe?

Vielleicht suchen viele im Kripperl doch Gott, der in die menschliche Armut hinein­ taucht, um uns daraus zu befreien? Vielleicht ist der Gang durch die dunkle, kalte Winternacht zur Christmette ein Bild unseres Lebens durch Härte und Lieblosigkeit zur Freude und zum Glück? Vielleicht soll der Schnee ein Bild sein, in dem alle Härten des Lebens zugedeckt werden?

Vielleicht rührt uns in diesen Geschichten die Erinnerung an die Erlösungswirklichkeit?

Wenn wir durch die Bilder durchdringen zum Eigentlichen, wenn uns bewusst wird, was wir wirklich brauchen und vielleicht auch suchen: die Erlösung aus Lieblosigkeit, Einsamkeit und Tod, die uns Jesus bringen will   dann haben all diese Dinge ihren Platz in unserem Leben gefunden, dann sind sie Bilder und Wegweiser.

Wenn Stimmung zur Einstimmung wird in die Ankunft des Herrn; wenn Menschen in den Adventwochen früher aufstehen, durch die noch finsteren und kalten Straßen gehen und um 6 Uhr früh die „Rorate“ mitfeiern, wenn sie singen „Macht hoch die Tür“, und wenn ihnen dieses Lied hilft, sich wirklich den Menschen und dem Herrn zu öffnen, dann setzt sich in ihrem Leben die Geschichte von Weihnachten in einer tieferen Wirklichkeit fort. Jesus Christus kommt immer wieder: die Frage ist ob er ankommen darf: bei mir, bei dir?

Die Roratemessen sind bei uns am Dienstag, Mittwoch und Samstag um 6.00 Uhr. Am Heiligen Abend ist um 16.30 Uhr eine Krippenandacht und die Christmetten sind um 21.00 in Wasenbruck und um 23.00 Uhr in Mannersdorf.

Ich wünsche Ihnen allen viel Vorfreude im Advent und viel Harmonie und Friede zu Weihnachten.