1. Schloss

Vor 1500 als Edelhof entstanden. Ab 1555 Sitz der Herrschaft Schafeneck.
1563 Erweiterung zu einem Landschlösschen. Von 1719-1754 im Besitz
von Maria
Karoline Fuchs, die Erzieherin und Freundin von Kaiserin Maria
Theresia. Mehrmalige Besuche der Herrscherin in Mannersdorf zu Kurzwecken.
Das Schloss wurde in dieser Zeit umgebaut. Der während des zweiten
Umbaus entstandene Theresiensaal zeigt prächtige Deckengemälde. Sehenswert
ist gleich rechts nach dem Haupteingang ein Stiegenaufgang mit Stufen
und Dockengeländer aus Eichenholz, das Schmiedeeisengitter zu diesem
Aufgang und der Arkadenhof.
2006 wird die Edmund Adler-Galerie neben dem Maria Theresiensaal
für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
2.
Sgraffitohaus
Über die genaue Entstehungszeit ist nichts bekannt. Stilistisch sind
die figuralen und ornamentalen Darstellungen von Rittern, Landsknechten
und stilisierten Drachen aus 1600 einzustufen
3. Pestsäule
Um 1714 wurde die Pestsäule errichtet. Sie erinnert an die Pestjahre 1679
und 1713, die auch in Mannersdorf Opfer gefordert hat. An der Pestsäule
stehen Statuen der Pestheiligen Sebastian, Rochus und Rosalia.
4.
Gerichtsstöckl
1579 mit weiteren Gebäuden, die zum ehemaligen herrschaftlichen
Gutshof gehörten, errichtet.
5. Torbogen aus dem Biedermeier
Interessant sind die Nischenstatuen, die den Gnadestuhl
und die Pestheiligen Sebastian, Rochus und Rosalia darstellen.
6.
Altes Rathaus
Ursprünglich Pfarrhof mit noch bestehender Barockpforte. 1924 Umbau
durch die Wiener Architekten Kaym und Hetmanek. Fassade, Balkon, Marktwappen,
Turm, die Statue der Mutter mit den Kindern und die Innenhofgestaltung
stammen aus dieser Zeit.
7. Oberes oder Hofer
Tor
Die Tafel bezeichnet die Stelle, wo bis in die 80-er
Jahre des 19. Jahrhunderts das "Obere oder Hofer Tor" stand.
8.
Totenleuchte am Weg zum Friedhof
Um 1500. In der Nähe dieser
spätgotischen Lichtsäule befand sich auch eine Seuchengrube. Dreifaltigkeitsdarstellung
aus 2003.
9. Martinskirche (Ausgangspunkt 2)

Barockbau erbaut 1638 mit ursprünglich seitlich stehendem Turm. Nach
einem Brand 1761 wurde das Kirchenschiff verlängert, der alte Turm
in eine Kapelle
(Hl. Grab) umgewandelt und ein neuer Turm an der heutigen Stelle errichtet.
Die Inneneinrichtung datiert aus Anfang des 18. und dem 20. Jhdt.
Vorgängerbauten sind aus der Romanik und aus der Gotik bekannt.
10.
Altes Badegebäude
1517 von Doktor Enzianer, dem Hofmedicus zu Wien, gegründet. Die Thermalquelle
entspringt unter dem Turm. Die größte Bedeutung hatte das Bad zur
Zeit Maria Theresias, 1786 wurde es von Josef II. aufgelassen. Die
Thermalquelle entspringt unter dem Turm und hat eine Schüttung von
9 Liter pro Sekunde.
11. Haydndenkmal
Stammt aus dem Jahre 1932 zur Erinnerung an den Besuch
Josef Haydns 1755, im Mannersdorfer Thermalbad. Auf dem Denkmal ist
irrtümlich die Zahl 1750 angebeben. Ein weiteres Kuriosum ist der
Standort auf dem Schubertplatz!
12.
Johannes Nepomuk
Brückenheiliger aus der 1. Hälfte des 18. Jhdt. Er
steht wegen der nebenan entspringenden Thermalquelle an dieser Stelle.
13.
Museum
1579 erbaut, ursprünglich herrschaftlicher Schüttkasten (Getreidespeicher).
Seit 1979 befindet sich hier das Museum. Sie sehen archäologische
Funde, Fossilien und Mineralien aus der Umgebung. Auch die jahrhundertealten
Steinmetztechniken, die Volkskunde und die Stadtgeschichte von Mannersdorf
sind anschaulich dokumentiert. Regelmäßige Sonderausstellungen ergänzen
das Programm. Öffnungszeiten: Mai-Oktober, So 10-12 und nach Voranmeldung
unter 02168 62680
14. Drahtseilbahnbrücke
Die Drahtseilbahn wurde 1913 errichtet und 1914 in
Betrieb genommen. Sie versorgte bis 1960 die Zementfabrik mit Kalkstein.
1960 stillgelegt.
15. Unteres oder Sommereiner Tor (Ausgangspunkt 1)
An dieser Stelle befand sich ein Tor, das in den 80-er
Jahren des 19. Jahrhunderts abgerissen wurde. Neben den Toren schützten
den damaligen Markt nur stärkere Gartenmauern und Scheunen.
16.
Wiener Tor
Das
Tor ist nicht erhalten. Es wurde in den 80-er Jahren des 19. Jahrhunderts
abgetragen.
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Route
II: DURCH DIE WÜSTE ZUR SKIHÜTTE
Kleiner Rundwanderweg
Eingang Naturpark
Wüste – Pforte mit Leopolds-kapelle – entlang
des Jordan zum Kloster St. Anna der unbeschuhten Karmeliter
– entlang der Naturparkgrenze zweigt der kleine Rundwanderweg
(bei einem wunderschönen Steinbogen über den Bach) nach links
ab – durch den Wald über den 350 m hohen Scheiterberggipfel
(Umgehung möglich) zur Skiwiese
und „Hochfilzerhütte“
- Ausgangspunkt 1 und 2 – entlang des südlichen Stadtrandes
zum Museum Kalkofen
Baxa – retour zum Parkplatz Naturpark
Gehzeit: 1
½ Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht,
familienfreundlich
Beschilderung: blau-gelb
Gastronomie: Hochfilzerhütte (Mai-Jun.und Sep.-Okt.
ab 14°° geöffnet)
Parkmöglichkeit:
vorhanden
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Route
III:
DURCH DIE WÜSTE ÜBER DIE KAISEREICHE ZUR
SKIHÜTTE
Großer Rundwanderweg
Ausgangspunkt 3:
Eingang Naturpark
Wüste – Pforte mit Leopoldskapelle – entlang des Jordan
zum Kloster St. Anna der unbeschuhten Karmeliter – entlang
der Naturparkgrenze zur Ruine Scharfeneck – entlang dem
blau-gelb markiertem Weg über den Pfaffenberg zur Franz-Josefs-Warte
(Kaisereiche) – Richtung Osten bis zu den „Sieben Linden“
– Rundwanderhütte –Schiwiese
und Hochfilzerhütte - Ausgangspunkt 1 und 2 –
entlang des südlichen Stadtrandes zum Museum Kalkofen
Baxa – retour zum Parkplatz Naturpark
Gehzeit: 4
½ Stunden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Beschilderung: blau-gelb
Gastronomie: Hochfilzerhütte (Mai-Jun.und
Sep.-Okt. ab 14°° geöffnet)
Parkmöglichkeit: vorhanden
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Naturpark Wüste

Südlich von Mannersdorf befindet sich der Naturpark "Wüste",
ein von einer 4,5 km langen Mauer umgebenes ehemaliges Klostergebiet
der "Unbeschuhten Karmeliter".
Kloster St. Anna
Das Kloster wurde 1644 von Eleonora
von Mantua gegründet und erlebte nach der Zerstörung durch die
Türken 1683 zur Zeit Maria Theresias eine Blüte. Da es sich bei den
Unbeschuhten
Karmelitern um einen beschaulichen Orden handelt, wurde das Kloster
im Zuge der Klosteraufhebungen Josefs II. am 1. September 1783 aufgelassen.
Ruine
Scharfeneck
Auf dem 347 m hohen Schlossberg erhebt sich die Ruine der einstigen
Burg Scharfeneck. Ihr Name stammt von dem Geschlecht der Scharfenecker,
ihre Entstehungszeit ist unbekannt. Sie dürfte aber kurz nach 1400
umgebaut worden sein, da sie 1417 als Neuscharfeneck urkundlich genannt
wird. Aus diesem Grund verweisen die erhaltenen Reste in die Zeit
der Gotik. 1555 zerstörte während eines Frühlingsgewitters ein Blitz
den Bergfried. Trotz eifriger Bemühungen wurde die Burg nicht mehr
aufgebaut. In Notzeiten aber (Türkengefahr, Kuruczeneinfälle) blieb
die Burg auch als Ruine Zufluchtsstätte für die Mannersdorfer.
Franz-Josefs-Warte oder Kaisereiche
Auf der zweithöchsten Erhebung des Leithagebirges, dem 443m hohen Steinerwegberg, steht die Kaiser-Franz-Josefs-Warte.
Sie bietet einen herrlichen Ausblick über Wiener Becken und Neusiedlersee.
Neben der Aussichtswarte wächst eine alte Eiche, die „Kaisereiche“,
die an den Kaiserbesuch 1839 erinnert.
Sieben Linden
Hier steht ein Holzkreuz auf einer Waldlichtung von
einigen Linden umstanden. Hier soll sich das Märchen von den 7 Zwergen
zugetragen haben.
Skiwiese
und „Hochfilzerhütte“
Für Wintersportfreunde steht eine Skipiste mit Schlepplift
und Flutlichtanlage, ein Rodelhang und eine gespurte Langlaufloipe
zur Verfügung. Die gemütliche Hochfilzerhütte lädt zur Einkehr. (Betreiber
der gesamten Anlage sind die Naturfreunde Mannersdorf)
Museum
Kalkofen Baxa
Der vor dem Verfall gerettete Kalkschachtofen in Mannersdorf ist ein
wichtiges Industriedenkmal. Erbaut 1893 von den Kalkgewerkschaften
Schediwy und Baxa, war er neben dem Steinbruch Arbeitsplatz vieler
Menschen aus Mannersdorf und den Umlandgemeinden. Im Erdgeschoss steht
eine Galerie in Sechseckform für Sonderausstellungen zur Verfügung.
Im Obergeschoss wurde das Kalkofen- und Steinabbaumuseum eingerichtet:
Information über Kalkgewinnung, Kalkofenbrand, Steinabbau von den Römern über
das Mittelalter (Stefansdom in Wien) bis zu den Ringstraßenbauten
in Wien. Öffnungszeiten: Sonn- und Feiertage 14.00 – 17.00 Uhr bzw.
mit Voranmeldung (Herr Tschank: 02168/62783)
Route
I:
AUCH
FÜHRUNGEN MÖGLICH:
Dauer: etwa 1 ½ Stunden
Telefonnummer:
02168/62680
Anmeldung:
nach rechtzeitiger Vereinbarung
Teilnehmer: mindestens 10 Personen
Ein
Tag in Mannersdorf
Lassen
Sie sich bei einer Führung durch die Stadt und ihrer nächsten Umgebung
überraschen!
Telefonnummer: 02168/62252-0 (Stadtamt Mannersdorf)