Mannersdorfer Schloss

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Das
Mannersdorfer Schloss ist um 1600 aus einem großen Gutshof ("Edelhof")
entstanden. 1753 bis 1755 wurde es in der heutigen Form umgebaut, besaß
aber damals über dem Mittelteil ein Türmchen mit Turmuhr. 1884
wurde dieser Turm wegen Baufälligkeit abgetragen. Ebenfalls abgetragen
wurde ein Schmiedeeisenbalkon (l953).
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Diese
Fotografie wurde 1879 aufgenommen und ist eine der ältesten
aus Mannersdorf. Sie zeigt eine Teil des herrschaftlichen Gutshofes mit dem Schloss, das noch den 1884 abgetragenen Mittelturm aufweist. |
Das
Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem Deckengemälde des Maria
Theresiensaales, das etwa 1755 entstand. |
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Ausschnitt
aus dem Deckenfresko des Maria Theresiensaales
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So
sah das Schloss 1948 aus. Ausser dem Schmiedeeisenbalkon
fällt im Erdgeschoß rechts das angedeutete zweite Tor auf. Es diente nur der Symmetrie, wie es die Barockzeit liebte. |
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Das
Foto wurde vor der Dachreparatur 1950 aufgenommen.Die Arkaden sind hier
vermauert. Rechts fehlt noch der Hintertrakt. An seiner Stelle gab es
ebenerdige Gebäude und eine offene Durchfahrt
in den Wirtschaftshof. |
Die
Abbildung stammt aus der Zwischenkriegszeit. Auf der Schlossfassade befindet
sich noch der große schmiedeeiserne Balkon, der heute leider nicht
mehr existiert.
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Die prächtige Fassade zeigt einen viergeschoßigen sechsachsigen Mittelteil, dessen nach einem Quadermauerwerk profiliertes Untergeschoß von zwei Rundbogentoren durchbrochen wird. Die Mittelachse wird durch eine wunderschöne Florianistatue betont. Zwei zweiachsige Verbindungsglieder leiten zu zwei dreigeschoßigen Eckrisaliten mit Giebelkrönung über. Der Überlieferung nach sollen für den Bau Pläne des berühmten Barockbaumeisters Fischer von Erlach verwendet worden sein. Im Schloss befindet sich der barocke Maria Theresiensaal mit seinen herrlichen Deckengemälden. Im Gewölbesturz sind die Güter Maria Theresias (Sommerein, Mannersdorf, Hof, Au) samt ihren Besonderheiten und Erwerbszweigen abgebildet. Das Bild links unten zeigt einen Ausschnitt aus dem Deckengemälde, die Mannersdorfer Kirche um 1753. Der Mittelteil stellt den Sonnenwagen mit den vier Jahreszeiten dar. Seit dem 16. Jahrhundert war das Schloss Sitz der Herrschaft Scharfeneck. Im frühen 18. Jahrhundert war Gräfin Fuchs, die Erzieherin Maria Theresias, Besitzerin der Herrschaft. Oft kam Maria Theresia zu ihr in das Schloss auf Besuch. Nach dem Tod der Gräfin Fuchs (1754) erwarb der Gatte Maria Theresias, Franz Stefan von Lothringen, die Herrschaft. Sie blieb bis 1918 habsburgisch. Nach dem I. Weltkrieg ging sie in den Besitz des Kriegsgeschädigtenfonds über, wurde 1934 in den Familienversorgungsfond des Hauses Habsburg-Lothringen übergeführt und 1938 schließlich aufgelöst. 1942 erwarb die Marktgemeinde Mannersdorf das Schloss, welches seit 1952 als Amtsgebäude dient. |