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Im
ehemaligen Klostergebiet, der sogenannten "Wüste", wurde 1986
der jüngste Naturpark Niederösterreichs eröffnet. Vorher
schon hatten Bundesforste, Bundesdenkmalamt und Marktgemeinde Mannersdorf
in Zusammenarbeit mit dem bestehenden Naturparkverein begonnen, den
Verfall der Klostergebäude zu stoppen. Insbesondere der Klosterkirche,
deren Ziegelgewölbe einzustürzen drohte, da keine Dächer
mehr vorhanden waren, galt die besondere Sorge.
Sie erhielt Dachstuhl und Dach, das Gewölbe wurde saniert und
der Innenputz erneuert. Ebenso konnten mit der Aktion 8000 des Sozialministeriums
die für Besucher gefährlichen Mauerkronen der übrigen
Klostergebäude gefestigt und gesichert werden. Weiters wurden
Wanderwege angelegt, Bänke und Tisch-Bank-Kombinationen angeschafft
und an besonders reizvollen Stellen aufgestellt.
Hinweissteine kennzeichnen die noch vorhandenen Gebäude und Einrichtungen
des ehemaligen Klosters. Beim Eingang zum Naturpark wurde ein entsprechender
Parkplatz angelegt. Ein Übersichtsplan über das Gebiet des
ehemaligen Klosters erleichtert die Orientierung.
So bietet der Naturpark "Mannersdorf am Leithagebirge-Wüste",
zusammen mit dem ihn umgebenden Landschaftsschutzgebiet, dem Erholungsuchenden
in ausgedehnten Laubwäldern, Wiesen und Alleen, mit zum Teil
uraltem Baumbestand, reichlich Gelegenheit zu ausgedehnten Wanderungen
in noch unverfälschter Natur. |
Die Wüste
Südlich
von Mannersdorf befindet sich im Wald die "Wüste",
ein von einer 4,5 km langen Mauer umgebenes ehemaliges Klostergebiet der
"Unbeschuhten Karmeliter".
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Plan
der Wüste 1689 (NÖ Herrschaftsakten, Hofkammerarchiv)
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Das
Kloster heute, ein Ort der Ruhe aber auch der kulturellen Events
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Torbogen
mit Kapelle
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nördl.
Teil des Klosters St. Anna 1955
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Hanswurst und die "Wüsten"
Die Wiege des Burgtheaters stand
- es ist kaum zu glauben - auf einer Waldlichtung bei Mannersdorf im Leithagebirge.
genaueres Bild anklicken
Das Kloster wurde 1644 von Eleonora
von Mantua gegründet und erlebte nach der Zerstörung durch die
Türken 1683 zur Zeit Maria Theresias eine Blüte. Da es sich
bei den Unbeschuhten Karmelitern um einen beschaulichen Orden handelt,
wurde das Kloster im Zuge der Klosteraufhebungen Josef II., am 1. September
1783 aufgelassen. Teile der Klosterbauten wurden einem Förster zugewiesen,
andere Teile dienten zusammen mit der Klosterkirche längere Zeit
als Lagerräume und verfielen.
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Mannersdorfer
Jesulein
Bild
anklicken
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Innerhalb der Klostermauer, auch
Wüstenmauer genannt, befanden sich ursprünglich im Wald verstreut
sieben Einsiedeleien. Ferner gab es einen Fischkalter, einen Fischteich,
einen Obstgarten, einen Meierhof, drei Steinbrüche und einen Kalkofen.
Im Zentrum dieses ausgedehnten Gebietes standen die Klostergebäude
mit der der heiligen Anna geweihten Klosterkirche. Der Haupteingang in
das Klostergebiet liegt im NW und wurde Pforte genannt. Neben dem mächtigen
Torbogen der Pforte standen die Leopoldskapelle und das Pförtnerhaus.
Der Name "Wüste"" kommt von dem griechischen Wort "eremos" und ist
eine ungenaue Übersetzung für "Einsiedelei". Die Wüste
zählt zu den schönsten Gebieten des Leithagebirges und ist heute
ein Naturpark. Für Besucher gibt es einen Parkplatz am Eingang zum
Naturpark an der B 15.
Ruine
Scharfeneck
interessanter
link für Näheres
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Auf
dem 347 m hohen Schlossberg erhebt sich die Ruine der einstigen Burg
Scharfeneck. Ihr Name stammt von dem Geschlecht der Scharfenecker,
ihre Entstehungszeit ist unbekannt. Sie dürfte aber kurz nach
1400 umgebaut worden sein, da sie 1417 als Neuscharfeneck urkundlich
genannt wird. Aus diesem Grund verweisen die erhaltenen Reste in die
Zeit der Gotik.
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Ruine
Scharfeneck und Kloster um 1824
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Die
Anlage hat Rechtecksform mit Eckrondellen. Im Norden und Osten verläuft
ein tiefer Graben. An der Nordseite führt ein rundbogiges Tor
von der Vorburg in das Innere. Kern der Anlage ist ein mächtiger
runder Bergfried, der ursprünglich 24 m hoch war. In seinem kellerartigen
Erdgeschoß war eine 80 m tiefe Zisterne in den Fels getrieben.
Heute ist dieser Schacht jedoch verschüttet. Die wehrhaften Mauern
der Burg sind bis zu 4,5 m dick. Die NO-Ecke ist im spitzen Winkel
verkeilt und bildet ein "scharfes Eck". Im Inneren sind noch Reste
von Räumen und spätgotischen Tür- und Fensterstöcken
erkennbar |
1555 zerstörte während
eines Frühlingsgewitters ein Blitz den Bergfried. Trotz eifriger
Bemühungen wurde die Burg nicht mehr aufgebaut.
In Notzeiten aber (Türkengefahr, Kuruczeneinfälle) blieb die
Burg auch als Ruine Zufluchtsstätte für die Mannersdorfer.
Wandermöglichkeiten
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Der
Wanderer findet im Leithagebirge mehrere markierte Wege, vor allem
ins nahegelegene Burgenland. In etwa 3 Stunden gelangt man über
Hochleiten - Schweingraben - Heuweg nach Breitenbrunn (rot markiert).
Wer nach Purbach will, erreicht über Scheiterberg-Kaltes Bründl-Hotter
sein Ziel in ca. 2 1/2 Stunden (rot). Nach Donnerskirchen gelangt
man über zwei markierte Wege. Einer (rot) führt durch die "Wüste",
und über die Kaisereiche. Der andere (blau) über die Sieben Linden
und die drei Hotter. Außerdem gibt es noch einen Rundwanderweg (blau/gelb).
Über Wüste, Kaisereiche, die Sieben Linden, Rundwanderweghütte (Unterstand
mit Tisch und Bank) und Scheiterberg (Hochfilzerhütte) geht es über
die Hochleiten wieder nach Mannersdorf. (3 bis 4 Stunden)
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....ein kleiner Auszug der virtuellen Begehung.....
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